Jagdhornblasen ist ein wichtiger Bestandteil des jagdlichen Brauchtums, altes Kulturgut, das auch im heutigen Jagdbetrieb gepflegt wird und auch werden muß! Des weiteren ist es ein unverzichtbarer Bestandteil einer gut organisierten Gesellschaftsjagd . Darüber hinaus ist das Jagdhornblasen ein wichtiger Beitrag zur Selbstdarstellung der Jäger in der Öffentlichkeit.

DAS JAGDHORN

Gefesselt hängt es an der Hüfte,
des Weidmanns Schmuck und blanke Zier.
Früh weckt es durch die Morgenlüfte,
bläst an die Jagd, auf ins Revier!
Es mahnet die Hunde, es gellt in der Not.
Es bläst in die Runde, es schmettert
“Hirsch tot” .
 

Nr1.

Nr2.

Nr3.

Nr4.

Nr5.

Hans Heinrich XI Fürst von Pless

Nr.1 - Fürst Pless Horn - Nr. 2 - Taschenhorn - Nr. 3 – Ventilhorn
Das heute gebräuchlichste Jagdhorn ist das „Fürst Pless Horn“.
Benannt wurde es ab 1880 nach Hans Heinrich XI., Fürst von Pless, dem Oberjägermeister von Kaiser Wilhelm I., der zu seiner Verbreitung wesentlich beitrug. Eingang fand es in das Waidwerk über die Jäger- und Schützeneinheiten des deutschen Bundesheeres, die ein kreisförmiges Signalhorn zur Unterscheidung von der Infanterie mit ihrem Bügelhorn führten. Die im deutschen Bundesheer dienenden Förster und Berufsjäger nahmen es mit ins Zivilleben, ebenso wie manches militärische Signal, das zum Jagdsignal umgewidmet wurde. Das Fürst-Pless-Horn ist in B gestimmt und wird in verschiedenen Bauausführungen als Jagdgebrauchsinstrument verwendet. Als reines Naturhorn mit einer Rohrlänge von ca. 120 cm hat es einen Tonvorrat von 5-6 Naturtönen. Diese eingeschränkte musikalische Verwerwendungs-möglichkeit wird durch eine Vielfalt der rhythmischen Figuren und Tonfolgen ausgeglichen. Alle Ausführungen sind in der Regel zumindest teilweise mit grünem (Leder-) Band umwickelt. Ein breiter Neusilberkranz am Schallbecherrand diente früher als Überblaskranz oder einfach zur mechanischen Verstärkung, heutige Konzeptionen weisen ihm eher eine optische Bedeutung zu. Von der normal großen Ausführung mit einem Windungsdurchmesser von ca. 16 cm gibt es sowohl ein ventilloses Naturhorn als auch verschieden Ausführungen mit drei Ventilen. Letzteres hat einen Tonumfang wie die Trompete oder das Flügelhorn. Als ventilloses Instrument wird auch eine verkleinerte „Manteltaschenausführung“ hergestellt.

Nr. 4 – Parforce Horn
Parforcejagd bedeutet "durch Stärke jagen" bis zur Ermattung des Wildes mit der Hundemeute auf Rotwild, Dammwild und Sauen. Die Parforcejagd wurde im 17. Jahrhundert modern, und dafür entwickelte man  ein großwindiges Horn, das die Reiter über die Schulter trugen um beide Hände frei für die Zügelführung zu haben.
Marquis des Dampierre (Jägermeister des französischen Königs Ludwig XV) schuf eine große Zahl von Kompositionen für die Jäger zu Pferd, die adeligen Jagdherren und deren Gäste. Durch den böhmischen Grafen Sporck kam das Horn nach Deutschland. Er hat diese Musik am französischen Hof kennen und schätzen gelernt. Zunächst war das Parforcehorn nur einwindig  später aber wurde es  für die Einführung im Orchester mehrwindig gebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts geht die Parforcejagd in Deutschland zurück und somit verlor das Instrument an Bedeutung. In Deutschland kommt das Parforcehorn erst Ende der 20er Jahre durch das Trompetenkorps der Reichswehr zu neuen Ehren, als es bei Reitjagden geblasen wird. Über den 2. Weltkrieg gerät das Instrument in Vergessenheit und wird erst in den 60er Jahren, als französische Bläsergruppen in Deutschland auftreten, wieder entdeckt.
Das Umschalt-Parforcehorn besitzt grundsätzlich die gleichen Eigenschaften wie das Parforcehorn in B. Zusätzlich kann es aber durch ein Umschaltventil in Es - Stimmung verändert werden, was für bestimmte Naturton-Stücke erforderlich ist.

Nr. 5 - Sauerländer Halbmond
Dieses große Jagdhorn gehört von alters her zur Ausrüstung der Brackenjäger und war seit dem 17. Jahrhundert im ganzen norddeutschen Raum, von den Niederlanden bis nach Ostpreussen verbreitet.
Der Halbmond, auch halber Mond genannt, ist ein großes, halbkreisförmiges Jagdhorn. Er wird aus Kupfer gefertigt und am Mundstück, Mittelteil und Stürzenrand mit Messing beschlagen. Charakteristisch ist das Riemenzeug, auch Ledergehänge oder Hornsatz genannt, das vielfach mit dem Wappen oder den Initialen des Besitzers geschmückt ist. Der Halbmond ist heute meist in B gestimmt, früher auch in C. Er wird auf der linken Seite mit dem Schalltrichter nach hinten getragen.

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Bläsergruppe des HJK zum 25jährigem Jubiläum der Bläsergruppe “Blaues Eck” am 19.07.09 in Salz

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