Kurzer geschichtlicher Abriss                                                                                                                               Zu verdanken haben wir diese einmalige Hunderasse dem Reverend John Jack Russell aus Dartmouth in der Grafschaft Devon. (1795-1883) Russell war Pfarrer und verbrachte den größten Teil seines Lebens in Swymbridge (Devon). Er war ein großer Reiter, begeisterter Jäger und hatte sich der Terrierzucht verschrieben. 1873 war er einer der Gründungsmitglieder des Kennel Club. Er war auch ein geachteter Richter auf Zuchtschauen, u. a. für Foxterrier. Er starb im Alter von 88 Jahren. Während seiner Zeit in Oxford erwarb er 1819 seinen ersten Terrier, eine weiße rauhhaarige Hündin mit Abzeichen am Kopf. Diese Hündin, genannt „Trump“, wird als Stammmutter der Rasse bezeichnet. Ihr Bild hängt in der Sattelkammer des Schlosses Sandringham und ist das Eigentum der Queen. Trump wird von E. W. L. Davies in seiner Biographie „Memoir of the Reverend John Russell and his Out-Door-Life“ aus dem Jahr 1878 wie folgt beschrieben:„Zuerst einmal ist ihre Grundfarbe weiß, mit nur einem braunen Fleck über jedem Auge und Ohr und einem Fleck, nicht größer als ein Penny, auf der Schwanzwurzel. Das Fell ist dichtanliegend und eine geringfügige Rauheit schützt ihren Körper vor Nässe und Kälte. Dieses Fell hat aber keinerlei Ähnlichkeit mit dem langen rauhaarigen Fell eines Scotchterriers. Die Beine sind pfeilgerade, die Pfoten perfekt. Die Lenden und die Gestalt des ganzen Rahmens weisen auf Unerschrockenheit und Ausdauer hin, während die Größe und das Gewicht dem einer ausgewachsenen Füchsin entsprechen.“ Der „Jack Russell Terrier“, so wie wir ihn heute kennen, entstand also vor ca. 200 Jahren in England. Es handelt sich bei diesem Terrier eigentlich “nur” um die ursprüngliche Arbeitslinie des modernen Foxterriers, der Anfang des letzten Jahrhunderts sehr in Mode kam. Damals züchtete man den Foxterrier mehr und mehr zu Ausstellungszwecken, der Fang wurde länger, der Rücken kürzer und die Laufwinkelung steiler, nur damit er im Schauring eine “bessere” Figur machte und somit erfolgreicher wurde. Der Arbeitstyp wurde unterdessen unverändert für die Baujagd gezüchtet. Anfang der 20er Jahre wurde der Name „Jack Russell Terrier“ erfunden, damit man den Arbeitstyp des Foxterriers auch namentlich von dem inzwischen optisch doch sehr anders aussehenden modernen Foxterrier unterscheiden konnte. Da der Foxterrier niemals kurzläufig ist und war, sollte eigentlich jedem einleuchten, wie ein korrekter Jack Russell Terrier auszusehen hat. Reverend John (Jack) Russell  züchtete niemals für Ausstellungen, sondern rein für die Jagd und somit waren Veränderungen der Optik nicht nötig. Der Jack Russell Terrier war bereits zu Lebzeiten des Pfarrers perfekt für die Baujagd, was sich bis heute nicht geändert hat, da er so geblieben ist wie er immer war. Dass der Jack Russell Terrier schon vor über 200 Jahren so aussah, wie wir ihn heute züchten, beweisen viele Gemälde und Zeichnungen aus dieser Zeit.

In diesem Zusammenhang kann ich auf das Buch von Mary Storm “Das große Jack Russell Terrier Buch” - erschienen im Kynos Verlag - verweisen. In diesem Buch sind sehr viele Abbildungen von Foxterriern, die um 1900 und früher entstanden sind.

Weitere Buchempfehlung „Parson und Jack Russell Terrier“ vom Dorothea Penizek erschienen 2008 im Kynos Verlag

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